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13.11.09 11:45


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13.11.09 09:35


The Dead Weather @ ASTRA Berlin, 02.11.2009

Gestern war es endlich so weit. The Dead Weather live mit ihren Debutalbum in Berlin. Wer sind The Dead Weather? Fangen wir ganz vorne an: Jack White's Hauptband ist ja seit 1999 The White Stripes wo er mit Schlagzeugerin Meg White auf der Bühne steht. Ihr bisher größter Hit war 2003 "Seven Nation Army", den Song grölen alle Fußballfans in Europa, besonders bei der letzten EM!... Während einer Tourpause der White Stripes gründete Jack White aus Lust und Laune heraus mit ein paar Kumpels die Band The Raconteurs, die einen Riesenhit 2006 mit "Steady As She Goes" hatten. 2007 kam das 5. White Stripes Album "Icky Thmp" raus und aufgrund von Depressionen von Meg, konnte die Tour nicht fortgesetzt werden und so beschloss Jack das 2. Album der Raconteurs fertigzustellen und mit ihnen zu touren. Gegen Ende der Tour hatte White Stimmbandprobleme und deshalb konnte er nicht mehr am Mikro stehen. stattdessen holte er sich die The Kills Sängerin Alison Mosshart vors MIkro und nahm selbst am Schlagzeug platz. So wurde die Tour zu Ende gebracht. Offenbar beeindruckte White das Talent von Mosshart derartig, dass er beschloss daraus ein neues Projekt zu machen. Er holte sich noch Raconteurs Bassist Jack Lawrence und Queens Of The Stone Age Gitarist Dave Fortita an Bord und es wurde bei White im Homestudio geprobt und promt entstanden erste Songs. Er nannte die Band The Dead Weather und man nahm das Debut "Horehound" in nur 14 Tagen auf. White lebt ja in Nashville, Tennesee und hat sich eine eigene Infrastruktur geschaffen. Sein eigenes Studio heist Third Man Studio, sein Label Third Man Records, es gibt in demselben Gebäude einen Shop und um die Ecke ist United Record Pressing, das älteste Plattenpresswerk der USA. In den 60ern brachte auch Motown (das Label der Jackson 5 und anderen schwarzen Künstlern) seine Platten dort zum pressen hin. Jack White kann also, wenn er eine Songidee hat, sie in seinem Studio aufnehmen, produzieren und dann auf Platte pressen lassen. So kann er ohne Platenfirma selbst seine Musik vertreiben und bei sich im Third Man Shop verkaufen. Genial!! Das lange Warten gestern vorm ASTRA bei ziemlichem Sauwetter hat nichts gebracht, nur dass ich mir meine Schuhe eingesaut habe..... Wie ich gehört habe waren sämtliche Bandmitglieder krank und sogar ein Arzt wurde gerufen, der kein englisch konnte... Ich hab ihn durch zufall gesprochen als er rausfuhr...... Wusste aber nicht, dass er als Arzt dort war sondern wollte nur fragen ob die Band noch rauskommt... Die Vorband Creature With The Atom Brain legte um 20 Uhr los und hatte ein ziemlich geniales Soundgemisch mit coolen Melodieen. Von den Texten verstand man aber gar nichts, etwas schlecht abgemischt. Um 21 Uhr war es dann endlich wo weit und alle 4 von The Dead Weather betraten gleichzeitig die Bühne, am lautesten kreischten alle als sich Jack White hinters Schlagzeug setzte. Sie legten gleich voll los mit dem Album Opener "60 Feet Tall" gefolgt von "Hang Her From The Heavens", bei dem es so dermaßen abging, als wäre das der Höhepunkt. Es verwunderte mich aber, dass einer der stärksten Songs als 2. gespielt wurde... Alison Mosshart ging ab wie nix, das war der Wahnsinn. Man merkte nichts von Krankheit oder ähnlichen. Alle waren fit für die Show. Beim 3. Song kam Jack White nach vorne und übernahm den Gesang für eine Ballade. Die Fans flippten aus, gut das es eine Absperrung gab... Es wurde wirklich das komplette Album gespielt und noch einige Instrumentalparts eingestreut, um die Spannung zu erhöhen. Es gab "Rocking Night", das Bob Dylan Cover "New Pony" wurde begeistert mitgesungen und dann folgte "I Cut Like A Buffalo" und die Menge sang so dermaßen mit, besonders eine hinter mir, dass man fast nicht mehr die Band hörte... Dann verschwanden alle von der Bühne...... Zugabe! Zugabe!! Und die gab es mit dem Überhit "Treat Me Like Your Mother", was mein Lieblingssong ist!! Da ging nochmal alles ab und unter tosendem Jubel umarmten sich alle und verbäugten sich vorm Publikum. Dann verließen sie die Bühne. Jack White "Thank you Berlin, see you next time!" Dann begannen die Roadies alles abzubauen (Die Roadies im Anzug mit blauem Schlips und Hut! Von Jack White so angeordnet bei seinen Mitarbeitern!) und auf einmal nochmal lautes gekreische..... Jack White kam nochmal in die Mitte der Bühne, winkte und warf Kuss-Händchen.... dann ging er... Was für ein Konzert!! Bitte mehr davon nächstes Jahr!! Und man staune: Videos aus Berlin gibts auch schon!!! Anschauen!!

 

3.11.09 10:07


Folgt mir bei Twitter !!!

Hier ist eine Möglichkeit viele Followers zu bekommen, indem man seine Seite bewirbt und das nen Schneeballeffekt auslöst. Es klappt wirklich und macht Spaß!!

 Klickt einfach hier drauf und folgt den Anweisungen:

 http://www.twitter-freunde.com/?t=marzeyrocks

 Viel Spaß und wir sehen bzw. folgen uns bei Twitter!!

Marcel
xxx

11.9.09 10:09


Courtney Love Support Germany @ MySpace

Hey ihr lieben!

 Habt ihr Lust mir zu helfen Courtney Love vielleicht nach Deutschland zu holen? Ich hab eine Support Gruppe bei MySpace aufgemacht und freu mich über jedes neue Mitglied!!

 Tretet bei unter:

http://groups.myspace.com/courtneylovesupportgermany

 1000 Dank im Voraus an alle!! We will live through it!!

Marcel

 


8.9.09 11:37


Big Boy Interview Schwerin, 07.03.2009 @ Zeppelin Club

Interview mit BIG BOY in Schwerin:

Am 7. März hatten kathrin und ich die
Gelegenheit die Band vor ihrem Konzert im
Zeppelin Club zu interviewen. Lest was Big
Boy zu sagen haben über Einflüsse, Festivals,
die kürzlich absolvierte USA Tour und noch so
einiges interessante mehr...


Marcel: Herzlich Willkommen BIG BOY!
Big Boy: Dankeschön!

M: Ich habe gelesen, dass du in der
französischen Fremdenlegion warst. Hat dich
diese Zeit geprägt?
BB: Ja also mein Anwalt und mein Therapeut
haben mir verboten über diese Zeit zu
sprechen...
(lachen)

Kathrin: Was ist deine frühste Erinnerung im
Zusammenhang mit Musik?
BB: Ich war mit meiner Mutter aufm Flohmarkt,
wo ich noch im Kindergarten war und da hab
ich ne KISS Platte gesehen.... und, ähm...
ehrlich, is echt wahr...und fand es so...

M: (macht seine Jacke auf und zeigt sein KISS
T-Shirt)
BB: Ja! Ja, ja, ja, ey! Ich weiß nicht mehr
wie die Platte hieß, aber das war so’n
viergeteiltes Cover und da waren diese 4
Köpfe drauf und hinten irgendwie Blitze, wenn
ich mich richtig erinnere.... Du wirst
wahrscheinlich wissen, wie das Album
heißt..?

M: Ich glaub es heißt „Dynasty“.
BB: Kann sein.. Und ich wollte das unbedingt
haben. Meine Mutter hat mir das echt gekauft.
Meine Schwester hat mir die ganzen Texte
übersetzt. Dann bin ich immer in den
Kindergarten und hab geschrieen,... Ich glaub
da war irgendwas mit „In meinen Adern kocht
das Blut und ich will töten, töten,
töten..“... Dan hat mir meine Mutter die
Platte zerbrochen und ich hab die aber noch,
die Scherben monatelang mit mir im
Kindergarten rumgeschleppt. Ich hab die
Platte leider selten gehört, aber das war so
die prägendste Erinnerung... Ich hob dann
auch ganz gerne mal das Make up von meiner
Mutter benutzt... die hatte so blauen, wie
sagt man? Mascara? Dann hab ich versucht das
in die Haare reinzukriegen, aber...hat man
nicht viel gesehen von.... Ich hab’s versucht
aber.... sah ehr aus wie ein Hündchen.

K: Und wie kam dann deine Musikkarriere ins
rollen?
BB: Eigentlich erst ganz furchtbar spät...
ähm.. Ich hab halt irgendwann den dringenden
Wunsch verspürt Rockstar zu werden und
blöderweise ist das halt die Hürde, die du
dahin nehmen musst um Musik zu machen. Wenn
du halt nicht so gut singen kannst und auch
sonst nicht so musikalisch bist, sind das
dann doch einige große Hürden und Gott sei
Dank hab ich dann doch so ne coole Band
gefunden, die das alles kompensiert für
mich.

K: Seit wann spielst du Instrumente und was
spielst du für Instrumente?
BB: Ich hab mal Schlagzeug gespielt, aber
Happy fängt jedes mal an die Hände überm Kopf
zusammenzuschlagen wenn ich mit seinem
Schlagzeug spiele.
A.K.: Du machst das gut!
BB: Findest du?
A.K.: Ja.
BB: Danke!... Das sagt er nur, weil er nicht
will, dass ich mit seinem Bass spiele...
(lachen)... Hab ich nämlich auch schon mal
probiert...

M.: Die Entstehungsgeschichte von „Hail The
Big Boy“ die ist ja auch für eure Karriere
das, was den Anstoß gegeben hat, der erste
Song den ihr geschrieben habt. Kannst du das
noch ein bisschen ausführen?
BB: Weißt du, im Endeffekt... Jeder Musiker
hat ein so großes Ego und beweihräuchert sich
verdeckt oder weniger verdeckt. Wir haben
halt der Welt mitteilen wollen, was wir von
ihr erwarten... Ja, es war tatsächlich der
erste Song. Wir hatten ursprünglich „Get Over
It“ als ersten Song aufgenommen, was ne
Coverversion ist. Das hat dann so’n bisschen
den Stil für uns geprägt und wir brauchten
dann einfach nen zweiten Song, ne zweite
Single. .. und.... (lacht)... Jetzt ist hier
grad jemand von Stuhl gefallen...äh... aber
unverletzt noch.. Ähm, und es ging ziemlich
schnell und du merkst auch, dass das jetzt
nicht so ganz ernst gemeint ist und ein
bisschen Ironie dahintersteckt. Und der
Chorus ist wirklich innerhalb von 5 Minuten
entstanden und wir hatten das eigentlich erst
so geplant dass eine Menschenmasse schreit
„Hail, Hail, The Big Boy, Hail, Hail...“. Mit
der Menschenmasse hat das einfach nicht
geklappt, weil wir nicht genug Menschen
gefunden haben. Aber das Lustige ist, ein
Freund von mir, der uns geholfen hat das
aufzunehmen, der Emil aus Stockholm. Er saß
dann da, er ist Musikproduzent und hat nach
Feierabend irgendwie Backing Vocals
eingesungen und saß da so eines Abends bei
sich zu Hause und hat immer so „Hail! Hail!“
und er ist so ganz extrem politisch korrekt
und hat nur jüdische Freunde und die kamen
dann so an und der eine sagt “Emil was MACHST
du da??? Ich will nicht, dass du mit diesen
Leuten arbeitest!!“

M.: Die Vermarktung deiner Musik hast du ja
selbst in die Hand genommen und kannst du,
könnt ihr, vielleicht mal Tipps geben, wenn
andere dies auch machen wollen?
BB: Weißt du, das Ding ist einfach, ich hab
das Gefühl das Musikszene und Musikindustrie
einfach kaum mehr Berührungspunkte haben und
das du am allerbesten alles selber machst,
wenn du willst dass es so wird wie du es
gerne möchtest. Das hat halt zur Konsequenz,
dass alles furchtbar lange dauert, dass du
immer pleite bist, dass du halt Dinge nicht
in dem Umfang durchsetzen kannst wie du’s
gerne möchtest. Aber das siehst du dann an so
Bands, die durch diesen harten Weg dann auch
ne Coolness kriegen, die du einfach nicht
bekommst wenn dir jemand alles bezahlt, alles
macht, alles organisiert. Wir waren jetzt mir
Mindless Self Indulgence auf Tour und das ist
halt auch so ne Band, wo du siehst, dass die
auch schon ein bisschen älter sind. Die
fangen jetzt an erst richtig durchzustarten.
Ich weiß nicht wie alt der Typ ist, aber ich
schätze mal so 40…
A.K.: Ich hab bei YouTube Videos gefunden
aus’m CBGB’s vor 12, 13, 14 Jahren. Also die
machen das auch schon richtig, richtig,
richtig lang.
BB: Ich denke halt einfach, das Wichtigste
ist, dss du halt einfach weitermachst. Das
Is’n Klischee, aber is einfach so wahr, du
wirst einfach ständig entmutigt von allen
Seiten – vor allem von der Industrie. Auf der
anderen Seite: Wenn die dich mögen würden,
müsstest du dir wahrscheinlich her Sorgen
machen, weil die halt auf LaFee, Thomas Godoj
und Fräuleinwunder stehen… Der einzige Rat
den man jemand geben kann ist einfach
weitermachen, nicht entmutigen lassen. Es
dauert einfach viel länger als wie du dir’s
vorstellst. Nicht verunsichern lassen,
einfach weitermachen. Immer weitermchen!

K.: Du bist ja in Schweden geboren, aber in
Deutschland aufgewachsen. Was kannst du uns
über Schweden allgemein erzählen und über die
Musikszene dort?
BB: Is alles furchtbar überschätzt! Also die
haben ganz süße Haarschnitte alle… ähm… also,
Roxette waren auch ganz nett…
A.K.: Ich kann dieses Lied von Mando Diao
nicht mehr hören!!
BB: Ganz ehrlich, irgendwie…. die kochen auch
nur mit Wasser und wo wir jetzt in Amerika
waren haben die alle gesagt „Die Zeit der
Schweden Bubis ist vorbei!“
A.K: Also in Amerika kann das keiner mehr
sehen. Man hat mit den Leuten gesprochen die
haben gesagt „Die Musikszene außerhalb
Amerikas, so England kennen wir , Schweden
kennen wir, Können wir nicht mehr sehen!“ Es
ist einfach jetzt zu viel….
BB: Jetzt kommt Deutschland!! Endlich mal
wieder… nach Milli Vanilli…
K.: Bist du eigentlich öfter in Schweden,
oder…?
BB: Ja also ich versuche… Eigentlich war mein
Ziel da den Sommer über zu leben und mal
klappt es mehr mal klappt es weniger. Wenn
wir Festivals spielen… ist halt… letztes
Jahr, dieses Jahr haben wir wenig gespielt.
Da wir ich dann eigentlich auch fast den
ganzen Sommer da. Wenn du natürlich jedes
Wochenende Festivals spielst, ist natürlich
ne ewige Hin- und Herfliegerei. Ich versuche
schon soviel wie möglich da zu sein, denn das
Land ist wunderschön und die Natur ist toll.
Es ist still und furchtbar viel Platz. Also
das Land ist ja flächenmäßig größer als
Deutschland. aber es wohnen da einfach 8 Mio.
Menschen, hier wohnen 80 Mio. Menschen. Ich
denke das ist einfach auch das Beste an
diesem Land, diese Freiheit und diese Größe
und Weite.

M.: Du hast ja gerade auch Festivals
angesprochen. Mir hat der Auftritt beim
Citadel Music Festival in Berlin sehr gut
gefallen. Ich finde das hat auch wirklich
richtig gut gepasst bei der Musik mit den
Hymnen. Das das Publikum halt unter einem
steht und man auf die Masse hinabschreit. Wie
hat dir der Auftritt gefallen?
BB: Lustig, dass du das sagst, weil ich
wirklich finde, dass das der schlechteste
Auftritt war, den wir je abgeliefert haben.
Ich war danach völlig deprimiert. Wir hatten
überhaupt keinen Platz auf der Bühne…
A.K.: Ein Riesenproblem war… Welche Band war
das die nach uns gespielt hat? Es war ein
Riesenaufwand an Pyrotechnik aufgebaut.
Gabor: In Extremo!
BB: Happy hätte fast die ganze Bühne in die
Luft gesprengt, wo er mit seiner Kippe an der
Pyrotechnik langgelatscht ist… (lacht) Aber
das is uns erspart geblieben. Freut mich,
dass du das sagst, das ist aber echt ein ganz
subjektives Empfinden. Ich finde ja, dass wir
so ziemlich konstant spielen, das wir also
selten jetzt schlecht spielen. Das halt der
Unterschied einfach wirklich ist, so’n
subjektives Empfinden wo halt der Venue ne
Rolle spielt, das Licht, der Platz den du
hast und das selbe gilt für’s Publikum. Die
sind dann halt auch gut gelaunt oder schlecht
gelaunt und deswegen wird das so
unterschiedlich wahr genommen. Ich war extrem
unzufrieden mit uns. Ich find’s halt immer
extrem beschämend, wenn Leute kommen, von
weit her vielleicht sogar und du denen nicht
alles gibst was du kannst... Aber freut mich,
dss du das so gesehen hat!
A.K.: Aber wir hatten ein sehr, sehr schönes
Hotel und einen schönen Backstage!
BB: Ja, das stimmt!

K.: Was war daran schön?
BB: In der Zitadelle da haben die ja, glaube
ich, Rudolf Heß gefangen gehalten bis in die
80er Jahre, wenn ich da richtig informiert
bin!? Also ein ganz geschichtsträchtiger
Komplex. Ich denke das hat irgendwie
mittelalterliche Wurzeln. Da steckt einfach
wahnsinnig viel Geschichte drin, die haben
das ganz toll gemacht, alles neu renoviert
und irgendwelche Statuen standen da rum. Da
hat einfach jede Band wahnsinnig viel Platz
gehabt und sich super wohlgefühlt!

K.: Was war bisher das schrägste Erlebnis
während einer Tour?
BB: Muss es jugendfrei sein?
M.: Muss nicht unbedingt jugendfrei ein!
Immer her damit!
BB: Ziemlich schräg fand ich, wie der Mauritz
zwischen zwei Mädchen saß, in seiner
Unterwäsche, die ihm nen Blowjob gegeben
haben und ne Wodka Pulle in de rechten Hand
hatte. (lacht)
Mauritz: Es ist nicht passiert! Für’s
Protokoll: Es ist NICHT passiert!
BB: Aber da hattest du doch noch gar keine
Freundin!?.... Also es ist NICHT passiert...
Also das schrägste war, wo der Mauritz in der
Unterhose saß, neben zwei Mädchen die ihm
kein Blowjob gegeben haben und gesagt hat
„Morgen lass ich mir kein Big Boy Tatoo
stechen!“ und einen tiefen Schluck Wodka,
äh... Wasser, aus der Wasserflasche genommen
hat! (lachen)

K.: Wie geht ihr beim Songwriting vor? Steht
erst die Melodie oder erst der Text..?
BB: Also, ganz spießig ehrlich gesagt! Wenig
inspiriert. Das ist für uns harte Arbeit.
Vielen Leuten fliegt da ja von ganz alleine
zu, die schreiben irgendwie jeden Tag 5
Songs, wachen auf mit Melodien oder so. ich
kann jetzt nur für mich sprechen... Für mich
ist das echt harte Arbeit und hat viel mit
Disziplin zu tun...
(die anderen lachen)
BB: (ernst) Was lacht ihr denn so? Is halt
einfach so! Ich würd ja gern sagen „Ich bin
so inspiriert, dass mir alles zufliegt“ aber
das tut’s halt nicht!... Wir setzen uns halt
echt hin und sagen „Okay was schreiben wir?
Ein Midtempo, ein Uptempo oder ne Ballade?“
und dann erkämpfen wir uns das wirklich so
richtig. Sitzen dann ein, zwei Tage da,
versuchen Gitarrenriffs, verschiedene
Drumbeats und kommen dann so über das Riff
auf eine Melodie und ich würd sagen der Text
kommt als Letztes meistens. Außer du hast
halt irgendwie ne Idee der Song soll soundso
heißen. Wie es zum Beispiel bei „Hail The Big
Boy“ war. und dass du dann halt praktisch mit
diesem Satz ne Melodie hast und alles
außenrum schreibst. Ist aber ehr selten.
Meistens ist es wirklich ein Ausprobieren und
wegschmeißen und wieder neu anfangen... So,
und irgendwann kommt dann hoffentlich was,
was dir gefällt und du weitermachen kannst!

M.: Wer, meinst du, kommt weiter im Leben:
ein Streber oder ein Rebell?
BB: Naja, kommt halt drauf an, wo du hin
willst im Leben, weißt du? Zum Beispiel den
Lebensstil den wir gewählt haben, das haben
wir ja ganz bewusst gemacht. Wir wussten alle
worauf wir uns einlassen. Wussten einfach,
wenn du jetzt einfach nur nach Sicherheit
strebst, dass du dann besser nen anderen
Beruf machst. Sicherheit haben wir halt kaum
im Leben. Du hast halt ständig irgendwo
Nachteile, wenn du ein Bankkonto eröffnen
willst oder ein Kredit möchtest... bist du
als Musiker natürlich immer angeschmiert.
Selbst wenn du irgendwo deinen Beruf
reinschreiben sollst. Was schreibste da?
Künstler? Musiker? Rockstar, oder so? Is
immer schwierig. Aber dafür kann uns halt
keiner das Wasser reichen wenn’s...
(Jemand von der Crew kommt rein) „Euer Essen
ist fertig!
BB: ... wenn’s um Partys geht. Wenn du Partys
feiern willst, kommst du natürlich als Rebell
weiter. Wenn du Sicherheit willst, kommt du
natürlich als Spießer weiter.

M.: Ihr wart ja von Anfang bis Ende Dezember
2008 in den USA. Kann jeder von euch noch mal
sagen, was ihm da besonders gefallen hat?
BB: Ganz außergewöhnlich fand ich diesen
Gedanken der wirklich vorherrschte „Du kannst
es schaffen und du bist willkommen, wenn du
einfach nen Traum hast und den verfolgen
möchtest!“. Diese Mentalität „Du kannst es
schaffen und wir helfen dir weiter!“ wo du in
Europa immer’n bisschen doof angeguckt wirst,
oft auch gebremst wirst oder viel Neid
herrscht. Und das fand ich am coolsten, die
Offenheit für Leute die nen Traum haben und
das du nicht als verrückt erklärt wirst.
A.K.: Alle Leute waren furchtbar nett, was
eben schon gesagt war. Keiner legt einem
Steine in den Weg, keiner sagt „Wenn ich
jetzt denen weiterhelfe, dann hab ich
vielleicht am Ende weniger“ Wir haben viel
Hilfe bekommen, viel Spaß gehabt, viele Leute
kennen gelernt. Wir haben viele Leute
getroffen, alle sind sehr offen und das
Klischee, dass keiner etwas Ernst meint, wenn
er etwas anbietet, hat sich überhupt nicht
bewahrheitet!
Gabor: Was ich halt einfach geil fand ist...
Du hast halt mehr Spannung in der ganzen
Sache. Mehr Spannung im gesamten
Gesellschaftsbild. Du hast halt weniger
Sicherheit da, was natürlich relativ
schwierig ist, weil du kannst halt abgleiten
in die Obdachlosigkeit, aber du hast halt
auch mehr Chancen nach oben und das ist halt
ähnlich wie es Big Boy gesagt hat. Du hast
halt mehr Leute, die dir Unterstützung geben
können, wenn du was erreichen willst. Wenn du
natürlich nix erreichen willst, is Amerika
vielleicht nicht so das Land was halt dein
Traum für die Zukunft ist. Dann bist du in
Deutschland besser bedient und hast halt
diese Angst nicht. Wenn du aber ein bisschen
andere Zielvorstellungen hast, ist Amerika
ziemlich geil! Das fand ich ziemlich
inspirierend.

K.: Ist das Publikum in den USA anders als in
Europa oder Deutschland?
Gabor: Für mich war’s nicht wirklich
anders...
A.K.: Sehr begeistert. Relativ offen für neue
Sachen aus Übersee.

K.: Sind die da vielleicht auch sonst
verrückter als hier...?
BB: Also, ich glaub irgendwie... Publikum...
was willste auch immer so erwarten? Was
soll’n die machen? Soll’ die irgendwie durch
die Gegend springen und in Euphorie schreien?
Ich meine, die kommen ja um sich was
anzuhören. Natürlich is schön wenn du ne
Reaktion kriegst und ne Reaktion ist
universell auf der ganzen Welt einfach
Applaus, ein bisschen schreien. Ich glaub
einfach, wenn du von weiter her kommst, hast
du halt diesen Exotenbonus, das du einfach
aus nem anderen Land kommst, das finden die
interessant. Deshalb haben die uns jetzt
vielleicht ein bisschen gespannter
wahrgenommen, als eine amerikanische Band.
Aber dasselbe passiert ja hier auch, wenn ne
Band aus Amerika kommt, haben die gleich nen
höheren Stellenwert und die Leute sind ein
bisschen aufgeregter. Also, die Menschen
sind die gleichen auf der Welt und die
Mentalität ist ja auch ganz ähnlich. Es ist
jetzt nicht so, dass du sagst:... Keine
Ahnung, wie es jetzt in Afrika wäre oder in
Indien... In westlichen Industriestaaten is
ja die Kultur auch ziemlich gleich...

K.: Wobei durch den Exotenbonus, ich weiß
nicht ob’s daran lag, ist dieses
Spartendenken ziemlich weggefallen. Is mir
aufgefallen. Also, wir haben in nem Gothic
Club gespielt und es lief super und wir haben
in nem schicken Hollywood Club gespielt und
es lief auch super. Ws mir aufgefallen ist,
ist, dass es kein Spartendenken in dem Sinne
gegeben hat wie: Wir sind jetzt geschminkt
und deshalb können wir nur in Gothic Clubs
spielen.

M.: Jetzt ist ja das kommende Album
„Ponygirl“ schon abgeschlossen. Was kannst du
uns darüber schon erzählen? Uns ein bisschen
den Mund wässerig machen?
BB: Ich glaube, was ganz interessant ist,
ist, dass wir diesmal viel strukturierter
gearbeitet haben, als beim ersten Album, was
ein bisschen sehr chaotisch entstanden ist.
Wir hatten halt wirklich Zeit, haben
insgesamt 7 Monate gebraucht und haben
wirklich von Montag bis Freitag nen ganzen
Tag dran gearbeitet. Erst mal alle Songs
geschrieben und dann Instrument für
Instrument aufgenommen und ich glaub dadurch
klingt es einfach mehr aus einem Guss. Wir
haben das Tempo ein bisschen angezogen, denn
das erste Album war ja sehr midtempolastig
oder hymnenartig, wie du das nennen willst.
Wir wollen nicht noch mal ne andere Version
vom ersten Album machen, einfach
weitergehen... Wie gesagt: Tempo ist
angezogen, ich denke die Sachen grooven mehr,
klingen mehr nach einem Guss, ein bisschen
roher, ein bisschen brutaler... und ich denke
dass die Texte auf jeden Fall auch ein
bisschen weiter sind, mehr Geschichten
erzählen, vielleicht auch teilweise
abstrakter sind. Nicht mehr so ganz getrimmt
auf Hit, sondern das das ein Album ist, was
du dir von vorn bis hinten anhören kannst!

K.: Wenn du Präsident der USA wärst, welche
Amtshandlung würdest du als erstes machen?
BB: Also, wenn du mir die Frage vor nem Jahr
gestellt hättest, hätte ich gesagt „Mich
erschießen!“ ...

K.: Im Ernst??
BB: ...aber jetzt haben die ja nen Besseren.
A.K.: Ich würde die Maschinen um Ausweise
auszulesen bei Ralf’s abschaffen! Denn man
kann einfach als Deutscher keinen Wodka bei
Ralf’s kaufen.
BB: Ja, also ich würd sagen: Alkohol für
Deutsche ab 18... und ohne Ausweis!

M.: Ihr müsst ja gleich essen...
Vervollständigt bitte: „BIG BOY ist...“
BB: BIG BOY ist… einfach nicht erwachsen
werden und das tun, wonach dir ist... und dem
Leben den Sinn geben, den du ihm geben
möchtest!
A.K:: Kann ich nichts hinzufügen!
BB: Gabor?
Gabor: Ich auch nicht.
BB: Kann man das so lasen??

K.: Okay, dann bedanken wir uns bei euch,
dass ihr für uns Zeit hattet.
BB: Ja, euch vielen Dank!
M.: Es war richtig geil! Wahnsinn!!
BB: Danke, danke
!... So, und nun genießt euer
Bier! (lachen) 

 emotion

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10.6.09 10:34


I walked with a Zombie

Ich begab mich wieder so gegen 18 Uhr vor den Magnet Club. Um 20 Uhr war Einlass.. Dan hieß es wieder warten (und glaubt mir, dass Wort "warten" kommt noch öfters!).
Gegen 21 Uhr kam die erste Vorband Sign. War richtig geil, hat mich etwas an Kurt Cobain erinnert! Ich war so begeistert, dass ich mir, bevor er von der Bühne ging, die Frechheit erlaubte ihm die Eintrittskarte und ne Edding unter die Nase zu halten. Und er hat unterschriebe. Die Band war noch so bedenständig, dass sie mithalf ihre Instrumente von der Bühne zu räumen! Respekt.
Dann kam die 2. Vorband Batlord. Der Sänger sah etwas aus wie Marilyn Manson, bloß hatte er keine schwarzen Haare. Aber die Show war schon seltsam im positiven Sinne. Obwohl mich die Band nicht so begeistert hat....
Nach einer erneuten Umbaupause kam endlich Wednesday 13 auf die Bühne! Und was von der ersten Sekunde bis zur letzten abging war nur Oberhammer!!!!!!! Er wurbekte seube Dreadlocks im Kreis und hielt so gut wie nie still! Und da mach mal ein Foto!... Aber es ist mir dann doch noch gelungen...

image

 Ich stand ganz vorne erste Reihe direkt neben so ner Bühnengerätebox..... Die mir mit ihrer Kante immer in den Unterleib drückte.... Und wenn du dann noch von hinten gedrückt wirst und sich alle auf dich lehnen und die Arme überr dir haben.... Prost Mahlzeit!.... Ich hatte zum Teil echt Panik... Immer wenn Wednesday nach vorne kam und sich über meinen Kopf beugte herrschte Ausnahmezustand. Ich konnte ihn wenigstens öfters anfassen und die Hand drücken und über die Dreadlocks wuscheln...
Er spielte alle geilen Hits wie "I walked with a Zombie" "God is a lie" und und und!
Nach dem Konzert blieb ich natürlich noch, um Wednesday zu treffen. Aber mir lieben nur die Sänger der Vorbands über den Weg die sich an die Bar setzten und mit den Fans quatschten. Geil!
Irgendwann bekam ich nette Gesellschaft von einem Mädel aus Usedom und wir warteten gemeinsam bis ca. 2 Uhr auf Wednesday... Leider vergebens.
Dann lieben wir das Stück zur S Bahn zurück und stellten fest, dass diese nicht mehr fährt!!!
Wir liefen also in der Gegend umher, bis wir die Jugendherberge Alcatraz fanden, wo sie wohnte für den Tag. Dort wartete ich ein wenig bis die S Bahn wieder fuhr. Das war Schönhauser Allee.
Ich war dann so gegen 5 Uhr zu Hause!

28.9.06 11:58


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